KommunenBest Practice-Beispiele Holzbau in Kommunen erfolgreich umsetzen

Praxis-BeispielTheodor-Heuss-Schule mit Holzhybridkonstruktion

Sieger beim Wettbewerb der Klima-Kommunen – die neue Berufsschule in Wetzlar setzt Maßstäbe im nachhaltigen Bildungsbau.

Moderne Architektur, energetische Effizienz, nachhaltige Baumaterialien und eine ideale Lernatmosphäre – all diese Aspekte vereint der Neubau der Theodor-Heuss-Schule in Wetzlar, der seit dem Schuljahr 2023/2024 Platz für etwa 1.400 Schülerinnen und Schüler bietet. Die Schule wurde im Passivhausstandard errichtet: Ein Betontragwerk kombiniert mit Holzbau (CLT) sorgt für eine schnelle, ressourcenschonende Bauweise und angenehmes Raumklima. Langlebige Materialien wie Kautschukböden reduzieren den Wartungsaufwand, schonen die Umwelt und tragen zu einer positiven Raumatmosphäre bei. Der Neubau der Theodor-Heus-Schule vereint modernen baulichen Klimaschutz, Funktionalität sowie zeitgemäße Pädagogik und ist daher ein starkes, über den Lahn-Dill-Kreis hinausreichendes Signal für die Zukunft unserer Bildungsinfrastruktur.

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Schulgebäude mit Holzelementen
© Anja Gerauer, HMLU
Theodor-Heuss-Schule in Wetzlar
  • Schule der Zukunft – Nachhaltig lernen im Holzhybridbau in Wetzlar

Praxis-BeispielVerwaltungsgebäude der Landesbetriebsleitung Hessen Forst

Ressourcenschonender und nachhaltiger Umbau mit Teilrückbau, energetischer Sanierung und Erweiterung aus Holz

Die beiden zweigeschossigen Gebäude am Panoramaweg liegen einseitig am Hang und am Rande des Habichtswaldes. Sie stammten aus den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts und dienten als militärische Baracken und gelangten nach dem Krieg in das Eigentum der Hessischen Forstverwaltung, die diese zunächst als Forstamt und dann als Büroflächen nutzte.

Aufgrund der regelmäßigen Unterhaltsarbeiten waren beide Gebäude in einem akzeptablen Zustand, so dass die massiv gemauerten Sockel der ehemaligen Forstgebäude im unteren Geschoss erhalten wurden. Teilweise mussten die Fundamente unterfangen und das Mauerwerk ertüchtigt werden. Durch den Erhalt der Bauteile wurde sogenannte „graue Energie“, die für die Herstellung von Bauteilen notwendige Co2 Äquivalente, eingespart.

Die neu aufgebauten Geschosse bestehen durchgehend aus heimischem Nadelholz, verbaut in massiven Brettsperrholzwänden. Dieser sogenannte CLT-Werkstoff (Cross-Laminated-Timber) eines Herstellers in Schlitz ist tragend und bleibt im Inneren sichtbar. Der innovative Werkstoff verbindet die bauphysikalisch Qualitäten eines massiven Baustoffes mit der Möglichkeit des nachwachsenden Rohstoffes. Nach außen hin wurde die Fassade mit Holzfaser gedämmt und schließlich mit vorvergrauter Lärchenholz-Schalung aus heimischen Hölzern verkleidet.

Ein Quadratmeter einer solchen Massivholzwand bindet fast doppelt so viel CO2 wie eine herkömmliche Holzständerwandkonstruktion (ähnlich Fachwerk mit Dämmung zwischen den Holzbalken). Die Herstellung eines Quadratmeters Beton- oder Ziegelwand hingegen hätte CO2 erzeugt - in fast gleicher Menge.

Beide Gebäude werden nach den Kriterien der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) für Bestandbauten zertifiziert werden. Der vorliegende Quickcheck lässt die höchste Bewertung dazu erwarten.

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Praxis-BeispielNeues Landkreisgebäude in Waldeck-Frankenberg

Hybridbauweise: Funktionaler Stahlbetonkern mit Holzmantel

Das neue dreigeschossiges Verwaltungsgebäude des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Hybridbauweise aus Holz, Beton und Stahl wurde 2023 fertiggestellt. Funktionsräume für Technik, Toiletten und Teeküchen befinden sich im Stahlbetonkern. Alle Büroräume gliedern sich um den Kern. Die Fassade besteht aus einer vorgerauten Holzverkleidung.

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